Bausparvertrag Vergleich: die wichtigsten Infos und Tipps

Der Bausparvertrag bleibt ein Dauerbrenner – denn Anleger profitieren schon bei relativ geringen Bausparsummen.

Bausparvertrag Vergleich

Bausparziel (Verwendungszweck)
 
  • günstiger Sollzins
  • kein Agio
  • kurze Mindestansparzeit
  • maximale Bausparsumme 150.000 Euro
  • kurze Tilgungsdauer
1.46%
bis 1.46%
bis 0.05%
Allgemeine Leistungen
Details
Abschlussgebühr
1.60% bis 1.60%
Regelsparbeitrag
3 ‰
Guthabenszins
0.05%
Mindestbesparung
40.00 €
Mindestansparzeit
18 Monate
Sollzins
0.95% bis 0.95%
Jahreszins effektiv
1.46% bis 1.46%
Tarifwechsel
Nein
  • günstiger effektiver Jahreszinssatz
  • keine Darlehensgebühr
  • keine Mindestansparzeit
1.23%
bis 3.51%
bis 0.10%
Allgemeine Leistungen
Details
Abschlussgebühr
1.60% bis 1.60%
Regelsparbeitrag
4 ‰
Guthabenszins
0.10%
Mindestbesparung
0.00 €
Mindestansparzeit
0
Sollzins
1.00% bis 2.35%
Jahreszins effektiv
1.23% bis 3.51%
Tarifwechsel
Nein
  • Tarifwechsel während der Laufzeit möglich
  • schon ab 5.000 Euro Mindestbausparsumme
  • kostenlose Erhöhung der Bausparsumme nur bei höherer Abschlussgebühr
1.88%
bis 2.14%
bis 0.10%
Allgemeine Leistungen
Details
Abschlussgebühr
1.00% bis 1.60%
Regelsparbeitrag
5 ‰
Guthabenszins
0.10%
Mindestbesparung
50.00 €
Mindestansparzeit
24
Sollzins
1.35% bis 1.35%
Jahreszins effektiv
1.88% bis 2.14%
Tarifwechsel
Ja
  • geringe Kontoführungs-/Servicegebühr
  • niedrige Regelsparbeiträge
  • lange Mindestansparzeit
2.60%
bis 3.09%
bis 0.10%
Allgemeine Leistungen
Details
Abschlussgebühr
1.60% bis 1.60%
Regelsparbeitrag
3 ‰
Guthabenszins
0.10%
Mindestbesparung
40.00 €
Mindestansparzeit
keine
Sollzins
2.35% bis 2.35%
Jahreszins effektiv
2.60% bis 3.09%
Tarifwechsel
Nein
  • günstige Kreditzinsen
  • Junge Leute Bonus
  • lange Mindestansparzeit
2.21%
bis 2.26%
bis 0.10%
Allgemeine Leistungen
Details
Abschlussgebühr
1.00% bis 1.00%
Regelsparbeitrag
5 ‰
Guthabenszins
0.10%
Mindestbesparung
40.00 €
Mindestansparzeit
40 Monate
Sollzins
2.00% bis 2.00%
Jahreszins effektiv
2.21% bis 2.26%
Tarifwechsel
Ja
  • geringe Abschlussgebühr
  • Tarifwechsel während der Laufzeit möglich
  • keine Mehrzuteilung möglich
3.06%
bis 4.02%
bis 0.50%
Allgemeine Leistungen
Details
Abschlussgebühr
1.00% bis 1.60%
Regelsparbeitrag
4 ‰
Guthabenszins
0.50%
Mindestbesparung
40.00 €
Mindestansparzeit
24 Monate
Sollzins
2.75% bis 2.75%
Jahreszins effektiv
3.06% bis 4.02%
Tarifwechsel
Ja
  • Erhöhung der Bausparsumme möglich
  • problemlose Sondertilgungen
  • kein Tarifwechsel möglich
2.55%
bis 3.08%
bis 0.50%
Allgemeine Leistungen
Details
Abschlussgebühr
1.60%
Regelsparbeitrag
3 ‰
Guthabenszins
0.50%
Mindestbesparung
40.00 €
Mindestansparzeit
18 Monate
Sollzins
1.44% bis 2.74%
Jahreszins effektiv
2.55% bis 3.08%
Tarifwechsel
Nein
  • keine Darlehensgebühr
  • Wahlzuteilung und Sondertilgungen möglich
  • keine Mehrzuteilung
2.26%
bis 4.70%
bis 0.15%
Allgemeine Leistungen
Details
Abschlussgebühr
1.00% bis 1.00%
Regelsparbeitrag
4 ‰
Guthabenszins
0.15%
Mindestbesparung
30.00 €
Mindestansparzeit
0
Sollzins
1.95% bis 3.45%
Jahreszins effektiv
2.26% bis 4.70%
Tarifwechsel
Ja
* Bitte beachten Sie, dass der Vergleichsrechner die verfügbaren Tarife vereinfacht anzeigt und keine Beratungsleistung darstellt. Sollten Sie spezielle Anforderungen haben, müssen diese auf den Seiten der Bausparkassen überprüft werden. Der genaue Text der Vertragsunterlagen ist für den Bausparvertrag ausschlaggebend. Alle Angaben ohne Gewähr, © 2018 financeAds.net
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Der Weg zum Bausparvertrag

  • Um von vermögenswirksamen Leistungen, der Arbeitnehmersparzulage oder Wohnbauprämien zu profitieren, reicht bereits ein Bausparvertrag bis etwa 20.000 Euro aus.
  • Bei größeren Summen kommt statt einer Bausparkasse auch ein Kreditvermittler infrage. Bausparvertrag.de empfiehlt den folgenden Anbieter Baufinanzierungen.de.

Laut einer Zählung der deutschen Bundesbank gab es in Deutschland im Jahr 2019 mehr als 27 Millionen laufende Bausparverträge – das entspricht etwa 75 Prozent der deutschen Haushalte. Ob sich ein Bausparvertrag lohnt, hängt jedoch vor allem von der Situation des Bausparers ab. Immerhin gibt es unzählige Anbieter mit verschiedenen Angeboten. Welches das richtige ist, zeigt in der Regel ein Vergleich.

So funktioniert ein Bausparvertrag

Der Bausparvertrag ist ein Multitalent. Er eignet sich für Finanzierer – aber auch Anlage-Einsteiger greifen immer häufiger zu Bausparprodukten. Sparer mit mittleren Einkommen profitieren zudem von staatlichen Fördermitteln. Sie garantieren den Kunden aller Bausparkassen attraktive Renditen, egal ob es sich um private oder öffentlich-rechtliche Anbieter handelt.

Am Anfang jedes Bausparvorhabens steht der Vertragsabschluss, bei dem die genaue Bausparsumme festlegt wird. Sie besteht aus zwei Teilen: Einem Darlehen, das von der Bausparkasse gewährt wird, und dem Eigenkapital, dass der Kunde investiert. Das Eigenkapital macht zwischen 30 und 50 Prozent aus und beträgt durchschnittlich etwa 50.000 Euro.

Zunächst zahlt der Bausparer seinen Anteil der Summe in monatlichen Raten ein. Dabei profitiert er von den Zinsen der Bausparkasse. Jeder Bausparvertrag erhält dabei eine Bewertungszahl. Erst wenn diese Bewertungszahl einen bestimmten Wert erreicht, hat der Kunde einen Anspruch auf das Darlehen der Bausparkasse. Die Bewertungszahl hängt von einer Reihe von Faktoren ab, zum Beispiel der Laufzeit des Bausparvertrages, der verabredeten Bausparsumme und dem bereits eingezahlten Betrag.

Nach dieser Sparphase ist der Vertrag zustellungsreif und das Darlehen kann ausgezahlt werden. Das Darlehen muss zurückgezahlt werden, ebenfalls in Raten und mit Zinsen. Weitere Kosten fallen durch die Abschlussgebühr und die Kontoführungsgebühr an. Beim Vertragsabschluss wird eine einmalige Zahlung fällig, die zwischen 1,0 und 1,6 Prozent der Bausparsumme beträgt. Die Kontoführungsgebühren fallen dagegen günstiger aus: Sie betragen in der Regel etwa 24 Euro im Jahr.

Es bleibt dem Bausparer selbst überlassen, ob er das Darlehen für einen Neubau, eine Renovierung oder einen Umbau investieren möchte – vorausgesetzt, es handelt sich gemäß des Bausparkassengesetzes um einen wohnwirtschaftlichen Zweck.

Gesetz über Bausparkassen
§ 1 Begriffsbestimmungen

(1) Bausparkassen sind Kreditinstitute, deren Geschäftsbetrieb darauf gerichtet ist, Einlagen von Bausparern (Bauspareinlagen) entgegenzunehmen und aus den angesammelten Beträgen den Bausparern für wohnungswirtschaftliche Maßnahmen Gelddarlehen (Bauspardarlehen) zu gewähren (Bauspargeschäft). Das Bauspargeschäft darf nur von Bausparkassen betrieben werden.

(2) Bausparer ist, wer mit einer Bausparkasse einen Vertrag schließt, durch den er nach Leistung von Bauspareinlagen einen Rechtsanspruch auf Gewährung eines Bauspardarlehens erwirbt (Bausparvertrag). Ein Bausparvertrag kann auch als Altersvorsorgevertrag im Sinne des Altersvorsorgeverträge-Zertifizierungsgesetzes vom 26. Juni 2001 (BGBl. I S. 1310, 1322), zuletzt geändert durch Artikel 2 Absatz 8 des Gesetzes vom 1. April 2015 (BGBl. I S. 434), in der jeweils geltenden Fassung abgeschlossen werden. Jeder Bausparer einer Bausparkasse ist Mitglied einer Zweckspargemeinschaft (Kollektiv).

(3) Wohnungswirtschaftliche Maßnahmen im Sinne dieses Gesetzes sind

  1. die Errichtung, Beschaffung, Erhaltung und Verbesserung von überwiegend zu Wohnzwecken bestimmten Gebäuden und von Wohnungen, insbesondere von Eigenheimen und Eigentumswohnungen, sowie der Erwerb von Rechten zur dauernden Nutzung von Wohnraum,
  2. die Errichtung, Beschaffung, Erhaltung und Verbesserung von anderen Gebäuden, soweit sie Wohnzwecken dienen,
  3. der Erwerb von Bauland und Erbbaurechten zur Errichtung von überwiegend zu Wohnzwecken bestimmten Gebäuden,
  4. der Erwerb von Bauland und Erbbaurechten zur Errichtung anderer Gebäude hinsichtlich des Anteils, der dem Verhältnis des zu Wohnzwecken bestimmten Teils des auf dem Grundstück zu errichtenden Gebäudes zum Gesamtgebäude entspricht,
  5. Maßnahmen zur Erschließung und zur Förderung von Wohngebieten,
  6. die Ablösung von Verbindlichkeiten, die zur Durchführung von Maßnahmen nach den Nummern 1 bis 5 eingegangen worden sind,
  7. die Ablösung von Verbindlichkeiten, die auf einem überwiegend Wohnzwecken dienenden Grundstück ruhen.

Als wohnungswirtschaftliche Maßnahmen gelten die Ablösung von Verbindlichkeiten, die zur Leistung von Bauspareinlagen eingegangen worden sind, sowie gewerbliche Bauvorhaben und der Erwerb gewerblicher Bauwerke, wenn sie dazu bestimmt sind, zur Versorgung von Wohngebieten beizutragen.

(4) Die kollektiv bedingte Zinsspanne ist der Quotient aus dem kollektiv bedingten Zinsüberschuss und dem Jahresdurchschnittsbestand an Bauspareinlagen. Der kollektiv bedingte Zinsüberschuss ist die Summe der Erträge aus Bauspardarlehen und der nicht in Bauspardarlehen angelegten Bauspareinlagen abzüglich des Zinsaufwands für Bauspareinlagen.

(5) Zuteilung ist die Bereitstellung des Bausparguthabens und des Bauspardarlehens aus der zur Verfügung stehenden Zuteilungsmasse nach Erreichen der vertraglich vereinbarten Zuteilungsvoraussetzungen.

(6) Zuteilungsmasse ist die Summe aus den Bauspareinlagen, den Mitteln, die zur Gewährung von Bauspardarlehen zugeführt worden sind, und dem Fonds zur bauspartechnischen Absicherung im Sinne des § 6 Absatz 2, abzüglich der Summe der gewährten Bauspardarlehen.

(7) Kollektivmittel sind die Summe aus Bauspareinlagen und dem Fonds zur bauspartechnischen Absicherung im Sinne des § 6 Absatz 2.

(8) Wartezeit ist der Zeitraum vom Beginn des Bausparvertrages bis zur Zuteilung.

(9) Aufsichtsbehörde ist die Behörde im Sinne des § 1 Absatz 5 des Kreditwesengesetzes.

(10) Das Recht der Länder, den öffentlich-rechtlichen Bausparkassen besondere Aufgaben für den Wohnungsbau oder sonstige öffentliche Aufgaben zu übertragen, bleibt unberührt.

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Zusätzlich stehen dem Bausparer noch zwei weitere Optionen offen. Entscheidet er sich gegen die Zustellung des Darlehens, kann er die Sparphase verlängern. In diesem Fall zahlt er zunächst wie gewohnt auf das Bausparkonto ein. Die Bausparkasse beansprucht jedoch ein Kündigungsrecht, das zehn Jahre nach der Zustellungsreife in Kraft tritt.

Für den Kunden besteht außerdem die Möglichkeit, sein erspartes Guthaben zurückzuerhalten. Dann endet der Vertrag und der Anspruch auf das Darlehen

Die wichtigsten Varianten des Bausparvertrags

Zinsbeträge können während des laufenden Bausparvertrags sowohl steigen als auch fallen. Ist eine unvorteilhafte Entwicklung abzusehen, eignet sich ein Vertragsmodell mit festem Zinssatz.

Für kurzfristige Finanzierungsvorhaben kommt dagegen eine Bausparsofortfinanzierung in Betracht. Entscheidet sich der Kunde für dieses Modell, fällt die Sparphase zugunsten eines zweiten Darlehens weg – inklusive des Zinsvorteils der Ansparphase.

Immer öfter wenden sich auch Kunden ohne konkretes Bauvorhaben an die Kassen. Sie erhalten einen Zinsbonus, wenn sie nach der Zustellungsfrist auf das Darlehen verzichten. Diese Zinsboni gleichen die laufenden Kosten mitunter aus.

Vertragsmodell lohnt sich, wenn
Mit gleichbleibenden Zinsen
  • es ein konkretes Investitionsvorhaben gibt
  • die Bauzinsen ansteigen
Bausparsofortfinanzierung
  • ein kurzfristiges Bauvorhaben ansteht
  • der Gesamteffektivzins ein vergleichbares Annuitätendarlehen unterbietet
Sparvertrag
  • hohe Zinsen gewährt werden
  • die Raten keine Probleme bereiten
  • das Geld nicht anderweitig benötigt wird

Was sind die Vorteile der staatlichen Förderung?

Als besonders profitabel gelten Verträge, die vor der Finanzkrise abgeschlossen wurden. Bausparkassen bemühen sich sogar aktiv um ihre Auflösung. Seitdem hat sich allerdings vieles verändert, vor allem im Bereich der Zinsen. Denn das Zinsniveau liegt in der Sparphase unterhalb eines üblichen Tagesgeldkontos.

Aus diesem Grund bieten die Bausparkassen einen festen Zins für das Darlehen an, während Tagesgeldsparer mit Schwankungen des Niveaus rechnen müssen. Die Zinsen der Bausparverträge orientieren sich dabei an der Entwicklung der Hypothekenzinsen. Aus diesem Grund ist es ratsam, den aktuellen Zins im Auge zu behalten, um sich zu einem günstigen Zeitpunkt möglichst vorteilhafte Konditionen sichern zu können. Ob sich ein Bauparvertrag lohnt, ist daher mitunter schwer zu beantworten.

In dieser Situation lohnt es sich, auf staatliche Fördermethoden zurückzugreifen. Hier gibt es grundsätzlich drei Optionen: die Wohngeldprämie, die Arbeitnehmersparzulage und vermögenswirksame Leistungen. Entscheidet sich der Bausparer für die staatliche Förderung, erhält er pro Jahr des laufenden Vertrags einen Bonus. Das zahlt sich vor allem bei günstigeren Verträgen von mindestens 10.000 bis 12.000 Euro, höchstens aber 20.000 Euro aus.

Welcher Bausparvertrag passt zu Ihnen?

Jedes Bausparkonzept hat – je nach Situation des Kunden – Stärken und Schwächen. Hier bietet sich in der Regel ein Vergleich an. Dabei spielt nicht nur der Darlehenszins eine Rolle, sondern auch die übrigen Eckdaten und Laufzeiten des Vertrags. Wer eine fundierte Entscheidung treffen möchte, benötigt Geduld und die richtigen Informationen. Dann zahlt sich der Bausparvertrag in der Regel aber auch finanziell aus.

Die Wohnbauprämie

Dank der staatlichen Förderung und der sogenannten Wohnbauprämie können sich Bausparverträge auch als bloße Sparmaßnahme anbieten. Wer diese Variante nutzen möchte, muss jedoch eine bestimmte Einkommensobergrenze beachten. Außerdem schreibt die Förderung eine jährliche Mindesteinzahlung vor.

Personengruppe: Einkommensobergrenze: Maximale Gutschrift: Mindesteinzahlung:
Singles 25.600 Euro pro Jahr 45,06 Euro pro Jahr 512 Euro pro Jahr
Ehepaare 51.200 Euro pro Jahr 90,11 Euro pro Jahr 1.024 Euro pro Jahr

Die Wohnbauprämie ist dabei insbesondere für junge Bausparer attraktiv, denn Sie dürfen das Darlehen bis zum 25. Lebensjahr einmalig auch für einen nicht wohnwirtschaftlichen Verwendungszweck benutzen. Darüber hinaus bieten immer mehr Bausparkassen besondere Angebote für Jugendliche an. Sie beinhalten unter anderem die Erstattung der Kontoführungsgebühren.

Bausparvertrag zum Modernisieren

In der Regel steht der Zeitpunkt von Modernisierungs- oder Renovierungsarbeiten bereits früh fest. Bausparverträge sind ideal, um sich auf die Kosten solcher Projekte vorzubereiten. Dafür eignen sich in erster Linie Bausparverträge mit mittleren Investitionen zwischen 15.000 und 50.000 Euro – denn viele Banken vergeben erst ab größeren Beträgen akzeptable Kredite.

Stehen die Kosten und der Zeitraum des Bauvorhabens fest, lässt sich meist schnell ein geeigneter Vertrag finden. Zudem besteht hier ebenfalls die Möglichkeit einer staatlichen Förderung.

Bausparen mit Riester-Förderung

Auch die Kombination von Bausparvertrag und Riester-Förderung bietet zahlreiche Vorteile. Welche Vertragsform der Kunde wählt, hängt von seinen Anforderungen ab: Bausparer wählen zwischen dem Bausparvertrag als Wohnriester, einem Riester Fonds-Plan, einem Banksparplan oder der Riester-Rentenversicherung.

Gründe für einen Bankkredit

Wer die Möglichkeiten umfassende vergleichen möchte, sollte auch Angebote von Banken und Kreditvermittlern einholen. Insbesondere bei größeren Darlehenssummen lohnt sich der zusätzliche Aufwand.

Das Problem: Die durchschnittliche Bausparsumme beträgt lediglich 50.000 Euro. Banken decken überwiegend größere Kredite ab, während sich die Sparkassen auf kleine bis mittlere Beträge spezialisiert haben. Abseits der jeweiligen Spezialgebiete fallen die Renditen also überwiegend schlecht aus. Banken gelten daher vor allem ab Beträgen von 100.000 Euro als Musterlösung.

Bausparvertrag und Bankkredit im Vergleich

Welches Finanzkonzept sich lohnt, hängt in erster Linie von der Situation des Kunden ab. Das folgende Beispiel vergleicht beide Konzepte miteinander und berücksichtigt mehrere Szenarien.

effektiver Jahreszins 3,39 %
fester Sollzins p.a. 3,34 %
Gesamtbetrag 35.327,10 €
monatliche Rate 294,39 €
Laufzeit 10 Jahre
Sberbank Direct

Welche Sicherheiten bietet ein Bausparvertrag?

Bausparbeträge sind – ähnlich wie die Sparkonten der Banken – bis 100.000 Euro gesetzlich abgesichert. Das betrifft zumindest die zwölf privaten Bausparkassen. Die Landesbausparkassen gehören zusätzlich dem Haftungsbund des deutschen Sparkassen- und Giroverbandes an. Sie haften nicht nur für Einlagen bis 100.000 Euro, sondern sogar unbegrenzt.

Um die Bonität der Bausparkassen zu bewerten, eignen sich außerdem die Bewertungen von Ratingagenturen. Für alle Bausparkassen gibt es solche Ratings – einzige Ausnahme stellt die Aachener Bausparkasse dar.

Das Risiko eines Verlustes ist bei Bausparverträgen allerdings sowieso eher gering. Das Finanzierungsmodell setzt nämlich voraus, dass Kunden ihre Beiträge über längere Zeiträume einzahlen. Erst zu einem späteren Zeitpunkt – mit Ablauf der Sparphase – können sie eine Auszahlung beanspruchen. Aus diesem Grund bleiben die Kassen auch bei kleineren Schwankungen zahlungsfähig.

Bausparen: Die wichtigsten Begriffe

Viele Fragen zum Thema Bausparvertrag ergeben sich aus den zahlreichen Fachbegriffen. Hier haben wir die wichtigsten zusammengefasst:

Die Bausparsumme:

Die Bausparsumme bezeichnet den Betrag, mit dem der Bausparer nach Ende des Vertrags rechnen kann. Sie setzt sich aus einem vertraglich geregelten, angesparten Guthaben und einem Darlehen zusammen.

Zielbewertungszahl:

Die Zielbewertungszahl wird mit dem Bausparvertrag festgelegt. Je länger die Sparphase dauert, desto höher die Bewertungszahl. Überschreitet sie den vereinbarten Wert, kann der Kunde das Darlehen rechtmäßig einfordern. Die Höhe der Zahl hängt von einer Reihe von Faktoren ab, zum Beispiel der Laufzeit, der verabredeten Bausparsumme und dem bereits eingezahlten Betrag.

Mindestsparguthaben:

Hierbei handelt es sich um den Mindestanteil der Bausparsumme. Sobald der Kunde diesen Betrag angesammelt hat, steht ihm das Darlehen zu. Dieser Anteil beträgt in der Regel zwischen 30 und 50 Prozent.

Regelsparbeitrag:

Jeder Bausparvertrag hält eine sogenannte Regelsparrate fest. Dabei handelt es sich um die Mindestrate, die jeden Monat eingezahlt werden muss. Sie liegt im Regelfall zwischen 4 und 5 Prozent der vereinbarten Bausparsumme. Zwar besteht die Möglichkeit zusätzlicher Zahlungen, sie müssen aber durch die Bausparkasse genehmigt werden. Viele Anbieter lehnen solche Sonderzahlungen allerdings ab – als Reaktion auf Niedrigzinsphasen.

Bausparkollektiv:

Bausparer machen sich den Gemeinschaftsgedanken zu eigen. Jeder Kunde sorgt in der Sparphase dafür, dass die Darlehen der anderen ausgezahlt werden können. Dazu braucht es allerdings genug Sparer, die gleichzeitig einzahlen. Kommt es zu einem Ungleichgewicht, führt das mitunter zu Problemen.